Offizieller Name des Staates
Republik Namibia. 824.292 qkm. 2.540.905 (UNO Schätzung 2020). 2,7 pro qkm.Hauptstadt
Windhoek.Geographie
Namibia liegt im südwestlichen Afrika. Das überwiegend karge Land grenzt im Norden an Angola, im Osten an Botswana und im Süden an Südafrika, der Sambesi (ehemals Caprivi-Zipfel), eine schmale Landzunge im Nordosten des Landes, grenzt an Sambia und Simbabwe. Der 1280 km lange Küstenstreifen ist einer der eindruckvollsten der Welt. Die riesigen Wanderdünen der Namib-Wüste an der Küste erstrecken sich 80-130 km landeinwärts (bedecken damit 15% der gesamten Landesfläche). Die Ausläufer eines von Nord nach Süd verlaufenden Plateaus senken sich nach Osten zur Kalahari-Wüste hin ab. Im Nordwesten erheben sich die 66.000 qkm umfassenden Kaokoveld-Berge, tiefer im Landesinneren erstreckt sich die riesige Etoscha-Pfanne. Gras- und Buschland umgibt diesen flachen, oft ausgetrockneten Salzsee, der Heimat zahlloser Wildtiere ist. Das Etoscha-Tierreservat ist eines der schönsten Afrikas und von Menschenhand fast völlig unangetastet.Regierung
Republik (im Commonwealth) seit 1990. Verfassung von 1990. Parlament: Nationalversammlung mit 72, Nationalrat mit 26 Mitgliedern. Die Direktwahl des Staatsoberhauptes findet alle 5 Jahre statt. Namibia wurde als letzte Kolonie Afrikas 1990 unabhängig (ehemalige deutsche Kolonie Südwestafrika, seit 1920 von Südafrika verwaltet).Staatsoberhaupt
Netumbo Nandi-Ndaitwah, seit März 2025.Regierungschef
Elijah Ngurare, seit März 2025.Elektrizität
220 V, 50 Hz, dreipolige Stecker. Adapter erforderlich, die im Land erhältlich sind. In Weltreise-Stecker-Sets befindet sich gewöhnlich kein Stecker für Namibia.Zeitzone
Regierungschef
Elijah Ngurare, seit März 2025.Anreise mit dem Flugzeug
Die meisten internationalen Besucher erreichen Namibia über den Hosea Kutako International Airport (WDH), etwa 45 km östlich von Windhoek. Der Flughafen Walvis Bay (WVB) wird ebenfalls international angeflogen (hauptsächlich Verbindungen ab Kapstadt und Johannesburg). Direktverbindungen aus dem deutschsprachigen Raum: Discover Airlines (4Y) bietet Direktflüge von Frankfurt/Main sowie saisonal von München nach Windhoek (Hosea Kutako) an. Zubringerflüge nach Frankfurt oder München stehen u. a. mit Lufthansa (LH) ab zahlreichen deutschen Flughäfen, mit Swiss (LX) ab Zürich und Genf sowie mit Austrian Airlines (OS) ab Wien zur Verfügung. Umsteigeverbindungen & weitere Fluggesellschaften: Verbindungen mit Zwischenstopp werden u. a. angeboten von: Ethiopian Airlines (ET) via Addis Abeba (ab vielen europäischen Flughäfen), South African Airways (SA) und Airlink (4Z) via Johannesburg oder Kapstadt, Qatar Airways (QR) via Doha (teils in Codeshare-Kooperationen), TAAG Angola Airlines (DT) via Luanda sowie regional mit FlyNamibia (WV).Flugzeiten
Flugdauer: Frankfurt/M. – Windhoek: ca. 10 Std. 15 Min. (nonstop); München – Windhoek: ca. 10 Std. 30 Min. (nonstop, saisonal); Zürich – Windhoek: ab ca. 12 Std. 10 Min. (mit Umstieg); Wien – Windhoek: ab ca. 13 Std. 05 Min. (mit Umstieg). Windhoek Hosea Kutako International Airport (WDH) liegt 42 km östlich von Windhoek (Fahrtzeit: 35 Min.). Bank, Post, Autovermietung, Duty-free-Shops, Bars, Restaurants. Airportbusse und Taxis stehen zur Verfügung. Busse halten an allen großen Hotels in Windhoek.Ausreisegebühr
Keine.Anreise mit dem Pkw
Die angrenzenden Nachbarländer Angola, Botswana, Südafrika und Sambia sind von Namibia aus gut über den Landweg erreichbar. Die Grenzübergänge sind über gut ausgebaute Straßen angebunden und für Reisende mit gültigen Reisedokumenten in der Regel problemlos zu passieren. Beliebte Grenzrouten: Südafrika: Johannesburg – Windhoek (über Nakop/Ariamsvlei) sowie Kapstadt – Namibia (über Vioolsdrif/Noordoewer). Botswana: Verbindung über den Trans-Kalahari-Highway (Mamuno/Buitepos). Sambia: Verbindung im Nordosten über den Grenzübergang Katima Mulilo. Fernbusse: Regelmäßige Fernbusverbindungen (u. a. Nachtbusse von Intercape) verkehren zwischen Windhoek und südafrikanischen Metropolen wie Kapstadt und Johannesburg. Weitere internationale Busverbindungen bestehen nach Botswana und Sambia. Maut & Straßengebühren: In Namibia gibt es zwar kein Mautsystem mit Mautstellen auf den Straßen, für ausländische Fahrzeuge (z. B. bei der Einreise mit einem Mietwagen aus Südafrika) wird an den Grenzen jedoch eine Straßennutzungsgebühr (Cross-Border Road User Charge) erhoben. Fahrtdokumente & Führerschein: Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist das Mitführen eines Internationalen Führerscheins (oder einer amtlich beglaubigten englischen Übersetzung) gesetzlich vorgeschrieben und wird bei Polizeikontrollen sowie von Autovermietungen verlangt.Anreise mit der Bahn
Es gibt im regulären Fahrplan keine internationalen Passagierzugverbindungen nach Namibia. Der grenzüberschreitende Zugverkehr auf den Strecken zwischen Windhoek und Kapstadt bzw. Johannesburg ist eingestellt; für diese Verbindungen müssen Reisende auf Fernbusse zurückgreifen. Exklusive Luxuszüge: Der Luxuszugbetreiber Rovos Rail bietet mehrmals im Jahr mehrtägige All-inclusive-Zugreisen zwischen Südafrika und Namibia an (u. a. auf der spektakulären Route zwischen Pretoria und Walvis Bay nahe Swakopmund). Diese mehrtägigen Bahnreisen sind mit umfangreichen Ausflugsprogrammen kombiniert.Anreise mit dem Schiff
Häfen: Der wichtigste und modernste Tiefseehafen Namibias befindet sich in Walvis Bay (Walfischbucht). Einen weiteren, kleineren Hafen besitzt Lüderitz. Schiffsverbindungen: Es gibt keine regulären internationalen Passagier- oder Fährverbindungen nach Namibia. Walvis Bay und Lüderitz werden jedoch im Rahmen von internationalen Kreuzfahrten regelmäßig von Passagierschiffen angefahren.Kreuzfahrtschiffe
Namibia ist kein klassisches Ganzjahres-Kreuzfahrtziel, jedoch laufen verschiedene Expeditions- und Luxuskreuzfahrtschiffe auf Routen entlang der westafrikanischen Küste regelmäßig die Häfen Walvis Bay und Lüderitz an. Weltreisen & Passagen ab Europa: Auf mehrwöchigen Teilstrecken oder Weltreisen legen unter anderem Schiffe von AIDA und Phoenix Reisen (ab Hamburg bzw. Bremerhaven) sowie Cunard (ab Southampton) Zwischenstopps in Namibia ein.Unterwegs mit dem Flugzeug
Drehkreuze für den nationalen Flugverkehr sind die beiden Flughäfen Windhoeks: der internationale Hosea Kutako International Airport (WDH) sowie der stadtnah gelegene Regionalflughafen Eros Airport (ERS). Linienflüge im Inland: FlyNamibia bietet regelmäßige Inlandsverbindungen ab dem Flughafen Eros zu Zielen wie Ondangwa, Katima Mulilo, Rundu und Lüderitz an. Da manche Strecken nicht täglich bedient werden, empfiehlt sich eine genaue Abstimmung des Reiseplans mit den aktuellen Flugplänen. Safari-Shuttles & Charterflüge: Spezielle Safari-Shuttleflüge verbinden Windhoek direkt mit touristischen Highlights wie Sossusvlei, Swakopmund oder der Etosha-Region. Zudem steuern kleine Charterflugzeuge abgelegene Lodges, private Schutzgebiete und unbefestigte Landepisten im ganzen Land an. Inlandsflüge verkürzen die Fahrzeiten erheblich, sind jedoch deutlich teurer als Mietwagenreisen und unterliegen auf Kleinflugzeugen oft strengen Gepäckbeschränkungen (z. B. Weichgepäck-Pflicht).Unterwegs mit dem Auto/dem Bus
Das Straßennetz Namibias umfasst rund 42.000 Kilometer und verbindet sämtliche Ortschaften sowie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Selbstfahrer-Rundreisen mit dem Mietwagen sind daher eine der beliebtesten Möglichkeiten, Namibia zu erkunden. Straßenverhältnisse & Fahrzeugwahl: Während die Hauptverbindungsstraßen gut ausgebaut und meist asphaltiert sind, bestehen viele Nebenstrecken aus Schotter-, Kies- oder Sandpisten (Gravel Roads). Ein Fahrzeug mit erhöhter Bodenfreiheit (z. B. ein SUV) ist dringend zu empfehlen. Für abgelegene Regionen oder Strecken durch tiefen Sand ist ein Allradfahrzeug (4x4) unerlässlich. Klassische Selbstfahrer-Route: Eine der populärsten Rundreisen führt von Windhoek nach Norden zum Etosha-Nationalpark, weiter nach Westen Richtung Twyfelfontein und zur Skelettküste, anschließend entlang der Küste nach Walvis Bay und Swakopmund sowie im Landesinneren zu den Sanddünen von Sossusvlei, bevor es zurück nach Windhoek geht. Maut: In Namibia gibt es keine mautpflichtigen Straßen im Inlandsverkehr. Tankstellen & Bezahlung: In größeren Ortschaften und entlang der Hauptverkehrsachsen stehen ausreichend Tankstellen zur Verfügung. Da die Distanzen im ländlichen Raum sehr groß sein können, sollte jede Gelegenheit zum Volltanken genutzt werden. Beachten Sie, dass an abgelegeneren Tankstellen oft nur Barzahlung möglich ist.Rechtsverkehr/Linksverkehr
lZustand der Straßen
Straßennetz & Zustand: Rund 5.400 Kilometer des gesamten Straßennetzes sind asphaltiert. Gute Teerstraßen verbinden Windhoek mit den wichtigsten Zentren wie Swakopmund, Walvis Bay, Keetmanshoop, Otjiwarongo sowie mit der Grenze zu Südafrika. Das ländliche Straßennetz und die Pisten in den Nationalparks bestehen größtenteils aus Schotter, verfestigtem Sand oder Salz. Fahrbedingungen & Pisten (Gravel Roads): Hauptpisten werden zwar regelmäßig instand gehalten und von Spurrillen befreit, sodass sie meist auch mit normalen PKW gut befahrbar sind. Dennoch muss jederzeit mit Schlaglöchern, Sandverwehungen, tiefen Rillen und losem Splitt gerechnet werden. Nach Regenfällen können Schotterpisten stellenweise rutschig oder unpassierbar werden. Abseits der Hauptverkehrsachsen ist ein Allradfahrzeug (4x4) dringend ratsam. Gefahren & Nachtfahrten: Da viele Straßen nicht eingezäunt sind, überqueren Wild- und Nutztiere häufig die Fahrbahn – besonders in den Dämmerungsstunden (Morgengrauen und Abenddämmerung). Nachtfahrten sollten wegen der stark eingeschränkten Sicht, unbeleuchteter Hindernisse und des extrem hohen Risikos von Wildunfällen generell vermieden werden.Staßenklassifizierung
Straßenkategorien in Namibia: Das Straßennetz ist in vier Hauptkategorien unterteilt: B-Straßen (Trunk Roads): Asphaltierte Fernstraßen und Hauptverkehrsachsen, wie beispielsweise der Trans-Kalahari-Highway. C-Straßen (Main Roads): Wichtige Verbindungsstraßen, die meist aus gut gepflegten Schotterpisten bestehen, stellenweise aber auch asphaltiert sind. D-Straßen (District Roads): Regio- und Bezirksstraßen, die in der Regel unbefestigte Schotter- oder Sandpisten sind und eine vorsichtige Fahrweise erfordern. M-Straßen (Metropolitan Roads): Innerstädtische Hauptstraßen und Verbindungen im urbanen Raum.Autovermietung
Mietwagenangebot & Standorte: Mietwagen sind in Windhoek, Walvis Bay sowie direkt am Hosea Kutako International Airport (WDH) bei zahlreichen internationalen und lokalen Anbietern erhältlich. Empfohlenes Fahrzeug: Während viele Standardrouten in der Trockenzeit auch mit einem normalen PKW befahrbar sind, wird für Routen abseits der Hauptachsen sowie für ländliche Schotterpisten ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit (z. B. SUV) dringend empfohlen. Für Fahrten in abgelegene Regionen oder durch tiefen Sand ist ein Allradfahrzeug (4x4) unerlässlich. Mietbedingungen & Mindestalter: Das gesetzliche Mindestalter zum Autofahren liegt bei 18 Jahren. Die meisten Autovermietungen verlangen jedoch ein Mindestalter von 21 bis 23 Jahren (bei großen 4x4-Geländewagen oft 25 Jahre) sowie den Besitz des Führerscheins seit mindestens einem bis zwei Jahren. Für Fahrer unter 25 Jahren erheben viele Vermieter vor Ort eine zusätzliche Jungfahrergebühr. Erforderliche Dokumente: Neben dem nationalen Führerschein (Scheckkarte) verlangen Autovermieter und Polizeikontrollen zwingend das Mitführen eines Internationalen Führerscheins (oder einer amtlich beglaubigten englischen Übersetzung).Taxi
Taxis: In größeren Städten wie Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay stehen Taxis flächendeckend zur Verfügung. Die meisten Fahrzeuge verfügen über keine Taxameter, weshalb der Fahrpreis zwingend vor Beginn der Fahrt vereinbart werden sollte. Sicherheitshinweis zu Taxis: Aus Sicherheitsgründen sollten Reisende niemals in ein Taxi einsteigen, in dem sich außer dem Fahrer bereits andere Fahrgäste befinden (Sammeltaxis/Shared Taxis). Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass unterwegs keine fremden Personen hinzusteigen. Fahrdienst-Apps (Ride-Hailing): In Städten wie Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay stehen zudem app-basierte Fahrdienste wie Yango, LEFA und Bolt zur Verfügung. Diese bieten feste Tarife, Ortung per GPS und gelten als besonders sichere und bequeme Alternative für Stadtfahrten.Fahrrad
Fahrradtouren & Mieträder: In touristischen Zentren und Städten wie Swakopmund oder Windhoek werden organisierte Fahrradtouren sowie Mieträder (u. a. Mountainbikes und Fatbikes für Wüstentouren) angeboten. Bedingungen & Praktikabilität: Während Mountainbiking und geführte Abenteuertouren sehr beliebt sind, eignet sich das Fahrrad aufgrund der enormen Distanzen, der extremen Hitze am Tag und der spärlichen Versorgungsinfrastruktur kaum als alltägliches Transportmittel für Überlandstrecken. Sicherheit im Straßenverkehr: Autofahrer in Namibia sind grundsätzlich an Radfahrer gewöhnt. Auf unbefestigten Schotterpisten (Gravel Roads) ist jedoch wegen des losen Untergrunds, Staubentwicklung und schlechterer Sichtverhältnisse erhöhte Vorsicht geboten.Reisebus
Fernbusse (Intercape): Die komfortablen und preiswerten Fernbusse von Intercape verbinden Windhoek regelmäßig mit den wichtigsten Städten des Landes – darunter Swakopmund, Walvis Bay, Keetmanshoop, Otjiwarongo, Grootfontein und Katima Mulilo. Zudem werden grenzüberschreitende Strecken nach Südafrika, Botswana, Sambia und Simbabwe bedient. Sammeltaxis & Minibusse (Combis): Lokale Minibusse (vor Ort als Combis bekannt) bieten zusätzliche Verbindungen zwischen Städten und kleineren Orten. Sie verkehren ohne festen Fahrplan und fahren meist erst ab, wenn alle Sitzplätze belegt sind. Organisierte Bustouren: Lokale Reiseveranstalter bieten zudem geführte Rundreisen und mehrtägige Bustouren im Reisebus durch die verschiedenen Regionen Namibias an.Vorschriften
Verkehrsbestimmungen: Linksverkehr: In Namibia gilt Linksverkehr. Anschnallpflicht: Es besteht Gurtpflicht für alle Fahrzeuginsassen (vorne und hinten). Promillegrenze: Der zulässige Blutalkoholwert liegt bei 0,5 ‰ (0,05 %). Telefonieren am Steuer: Die Nutzung von Mobiltelefonen ohne Freisprecheinrichtung ist während der Fahrt strikt untersagt. Kindersicherheit: Kinder müssen in geeigneten Kindersitzen bzw. dem Alter und der Größe entsprechenden Rückhaltesystemen gesichert werden. Geschwindigkeitsbegrenzungen: Innerorts (Schul- & Wohngebiete): max. 60 km/h Außerorts & Schotterpisten (Gravel Roads): max. 80 bis 100 km/h (aus Sicherheitsgründen und wegen Rutschgefahr wird auf Schotter maximal 80 km/h dringend empfohlen) Asphaltierte Fernstraßen (Tarred Roads): max. 120 km/h National- & Wildparks: max. 60 km/h (oder wie lokal beschildert)Pannenhilfsdienst
Hilfe bei Pannen & Notfällen: Mietwagen-Pannen: Bei Unfällen oder Pannen mit dem Mietwagen ist immer die Autovermietung der erste Ansprechpartner. Die meisten Mietwagenanbieter stellen eine 24-Stunden-Notfallnummer bereit oder organisieren im Bedarfsfall einen Abschlepp- und Bergungsdienst. ADAC-Notruf & Partnerclub: Der ADAC-Auslands-Notruf bietet Mitgliedern sowie Inhabern eines Auslandskranken- und Unfallschutzes rund um die Uhr Unterstützung (Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22; medizinische Notfälle: Tel. +49 (0)89 76 76 76). Partnerclub vor Ort ist der Automobilverband von Namibia (AA Namibia) in Windhoek (Tel. +264 (0)61 22 42 01, 24/7-Notfall-Hotline: +264 (0)81 555 9432). Sicherheits- & Kommunikationstipps für abgelegene Routen: In ländlichen und abgelegenen Regionen Namibias ist die Mobilfunkabdeckung oft sehr eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Reisende sollten abgelegene Strecken keinesfalls ohne ausreichende Vorräte (insbesondere reichlich Trinkwasser und Reservekraftstoff) befahren. Es wird dringend empfohlen, Angehörige oder die Unterkunft vorab über die geplante Reiseroute und Ankunftszeit zu informieren.Dokumentation
Führerschein & Dokumentenpflicht: Fahrzeugführer müssen in Namibia stets ihren gültigen nationalen Führerschein im Original mitführen. Internationaler Führerschein: Da der nationale (deutsche/europäische) Führerschein nicht in englischer Sprache ausgestellt ist, ist das zusätzliche Mitführen eines Internationalen Führerscheins gesetzlich vorgeschrieben. Dieser ist nur in Kombination mit dem nationalen Originalführerschein gültig. Englische Übersetzung: Sollte kein Internationaler Führerschein vorliegen, akzeptieren Behörden und Autovermietungen alternativ eine offiziell beglaubigte englische Übersetzung des nationalen Führerscheins. Fahrzeug- & Versicherungsunterlagen: Bei Kontrollen sowie Mietwagenfahrten müssen zudem die Fahrzeugzulassung (Vehicle Registration Documents) und der Nachweis über den Versicherungsschutz stets im Fahrzeug mitgeführt werden.Unterwegs in der Stadt
Zu Fuß durch das Stadtzentrum: Das Zentrum von Windhoek rund um die Independence Avenue lässt sich gut zu Fuß erkunden, da viele historische Sehenswürdigkeiten (wie die Christuskirche, die Tintenpalast-Gärten oder das Alte Feste-Museum) nahe beieinander liegen. Wegen des hügeligen Stadtgebiets, der hohen Temperaturen sowie zur eigenen Sicherheit bei Dämmerung und Dunkelheit sind für längere Strecken jedoch Verkehrsmittel zu empfehlen. Taxis & Fahrdienst-Apps: Für Wege außerhalb des unmittelbaren Zentrums stehen Taxis zur Verfügung. Neben regulären Straßentaxis sind in Windhoek vor allem app-basierte Fahrdienste wie Yango, LEFA und Bolt eine sichere, bequeme und transparente Wahl mit Festpreisen. Bei gewöhnlichen Taxis sollte der Fahrpreis mangels Taxameter vor Fahrtantritt vereinbart werden.Vor Ort unterwegs mit der Bahn
Schienennetz & Personenzugverkehr: Namibia verfügt zwar über ein umfangreiches Streckennetz, das von der staatlichen Eisenbahngesellschaft TransNamib betrieben wird, die regulären Passagierverbindungen sind jedoch sehr stark eingeschränkt. Der Großteil des Schienenverkehrs besteht aus Gütertransporten. Für Touristen und Rundreisende ist der reguläre Zugverkehr daher keine praktische Option, um das Land zu bereisen – als Hauptverkehrsmittel dienen Straßen (Mietwagen, Fernbusse) oder Inlandsflüge. Erlebnis- & Luxuszüge: Desert Express: Der einst beliebte Erlebniszug Desert Express, der auf der Panoramastrecke zwischen Windhoek und Swakopmund verkehrte, ist bis auf Weiteres eingestellt. Rovos Rail: Exklusive Bahnreisen werden gelegentlich im Rahmen von mehrtägigen Luxuskreuzfahrten auf Schienen durch den Anbieter Rovos Rail von Südafrika aus durchgeführt. Hinweis: Bahninteressierte Reisende sollten sich vor der Reiseplanung unbedingt über den aktuellen Betriebsstatus lokaler Zugverbindungen informieren.Unterwegs mit dem Schiff
Küstenschifffahrt & Fähren: Namibia verfügt über kein reguläres Passagier- oder Fährnetz entlang seiner Atlantikküste. Trotz der langen Küstenlinie bestehen keine Fahrverbindungen auf dem Seeweg zwischen Städten oder Küstenorten. Die Häfen in Walvis Bay (Tiefseehafen) und Lüderitz (kleinerer Hafen) dienen primär dem Frachtverkehr sowie der Zwischenstation für internationale Kreuzfahrtschiffe. Bootsausflüge & Exkursionen: Schiffs- und Bootsfahrten werden ausschließlich als touristische Ausflüge angeboten, nicht als Transportmittel: Walvis Bay & Lüderitz: Katamaran- und Bootsfahrten zur Beobachtung von Robben, Delphinen, Pelikanen und Wüstentieren (z. B. auf der Lagune von Walvis Bay). Caprivi-Streifen / Sambesi-Region: Flusskreuzfahrten, Safaris und Ausflüge auf dem Chobe- und Sambesi-Fluss im Nordosten nahe Katima Mulilo. Sportangeln & Bootverleih: Angebot von geführten Angel- und Charta-Touren an verschiedenen Küsten- und Flussabschnitten.Nationalitäten
| Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich | |
|---|---|---|---|
| Türkei | Ja | Ja | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja | Ja |
| Österreich | Ja | Ja | Ja |
| Deutschland | Ja | Ja | Ja |
Reisepassinformationen
Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein und mindestens 3 freie Seiten enthalten. Hinweis: Der Reisepass muss in einwandfreiem Zustand sein.Anmerkung zum Reisepass
Die Einreisebestimmungen können sich ändern. Die hier bereitgestellten Informationen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisenden wird jedoch empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der zuständigen Botschaft oder offiziellen Regierungsstellen zu informieren. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen. Achtung: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis. Bei Transit über Drittländer wird grundsätzlich ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten empfohlen.Visainformationen
Einreisebestimmungen & Visumpflicht: Für die Einreise nach Namibia benötigen Staatsangehörige vieler Länder ein Visum. Die genehmigte Aufenthaltsdauer beträgt bei der Einreise in der Regel bis zu 30 Tage (mit der Möglichkeit zur Mehrfacheinreise) und kann vor Ort beim namibischen Innenministerium (Ministry of Home Affairs, Immigration, Safety and Security) auf insgesamt bis zu 90 Tage verlängert werden. Visum bei der Ankunft (Visa on Arrival) & Online-Beantragung: Staatsangehörige zahlreicher Staaten – darunter fast alle EU-Länder (Ausnahmen: Malta und Zypern benötigen ein Visum vorab), die Schweiz, die Türkei, Großbritannien, die USA, Kanada, Australien und Neuseeland – sind berechtigt, ein Visa on Arrival zu nutzen oder den Antrag vorab online einzureichen. Das Visum bei der Ankunft kann an folgenden ausgewählten Grenzposten und Ankunftspunkten ausgestellt werden: Flughäfen: Hosea Kutako International Airport (Windhoek), Walvis Bay, Lüderitz, Oranjemund Seehäfen: Walvis Bay, Lüderitz Landgrenzübergänge: Ariamsvlei, Impalila, Katima Mulilo, Katwitwi, Mohembo, Noordoewer, Ngoma, Oranjemund, Oshikango, Ruacana, Trans-Kalahari Das Visum kann vorab online über das offizielle Portal mhaiss.gov.na beantragt werden. An vielen der genannten Grenzübertritte ist die Ausstellung des Visums bei der Ankunft auch ohne vorherige Online-Registrierung möglich. Übersicht der berechtigten Länder für Visa on Arrival / E-Visum: Europa & Sonstige: Ägypten, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Australien, Belgien, Belarus, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Deutschland, Ecuador, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kasachstan, Kirgisistan, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Mexiko, Moldau, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Österreich, Paraguay, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Südkorea, Tadschikistan, Thailand, Tschechien, Türkei, Turkmenistan, Ukraine, Ungarn, Uruguay, Usbekistan, Vatikanstadt, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Zypern (sowie Staatsangehörige vieler afrikanischer und südamerikanischer Staaten). Wichtiger Hinweis zur Aufenthaltsdauer: Die bei der Einreise tatsächlich im Pass eingetragene genehmigte Aufenthaltsdauer variiert je nach Grenzbeamten. Reisende sollten den Stempel im Pass sofort bei der Einreise auf Richtigkeit prüfen und die eingetragene Anzahl der Tage gegebenenfalls direkt vor Ort reklamieren, um ungewollte Überschreitungen (Overstay) zu vermeiden. Staatsangehörige von Ländern, die nicht für das Visa on Arrival zugelassen sind, müssen ihr Visum vor Antritt der Reise bei der zuständigen namibischen Botschaft bzw. Auslandsvertretung beantragen.Kosten
Visumgebühren in der Übersicht: Visum bei der Ankunft (Visa on Arrival): Staatsangehörige afrikanischer Staaten: 1.200 NAD Sonstige Staatsangehörige (z. B. Deutschland, Österreich, Schweiz): 1.600 NAD Kinder unter 6 Jahren: gebührenfrei (0 NAD) Kinder von 6 bis 11 Jahren: 800 NAD Gebühren bei Beantragung über Botschaften / Konsulate (z. B. Deutschland, Österreich, Schweiz): Touristenvisum: 80 € (einmalige Einreise) bzw. 130 € (zweimalige/mehrfache Einreise) Geschäftsvisum: 105 € Express-Visum (Bearbeitung im Eilverfahren): 220 € Hinweis: Für andere Visumkategorien oder Beantragungen in Drittstaaten können die Gebühren je nach Staatsangehörigkeit und Vertretung abweichen.Visaarten und Kosten
U.a. Einreise- und Transitvisum.Gültigkeit
Gültigkeitsdauer & Verlängerung: Touristenvisum & Visum bei der Ankunft (Visa on Arrival): Erteilte Aufenthaltsdauer: Das Visum bei der Ankunft wird in der Regel für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen ausgestellt (in Einzelfällen und je nach Visumkategorie bis zu 90 Tage). Touristenvisa gestatten häufig auch mehrfache Einreisen innerhalb des Gültigkeitszeitraums. Verlängerung vor Ort: Eine Verlängerung des Aufenthalts auf insgesamt maximal 90 Tage pro Kalenderjahr ist möglich. Der Verlängerungsantrag sollte rechtzeitig vor Ablauf der Frist beim namibischen Innenministerium gestellt werden: Ministry of Home Affairs, Immigration, Safety and Security Casino Street / Corner of Hosea Kutako Drive, Private Bag 13200, Windhoek Tel.: +264 (0)61 292 21 11 Wichtiger Warnhinweis zu Visa-Überschreitungen (Overstay): Wer die im Pass eingetragene genehmigte Aufenthaltsdauer überschreitet – selbst wenn dies unabsichtlich geschieht –, muss mit drastischen Strafen rechnen. Dies reicht von erheblichen Geldstrafen über mehrtägige Befragungen/Festnahmen an der Grenze bis hin zu mehrjährigen Einreisesperren. Kontrollieren Sie daher stets direkt bei der Einreise das im Pass eingetragene Ablaufdatum. Je nach Reisezweck, Staatsangehörigkeit und Bequemlichkeit stehen für die Beantragung eines Visums für Namibia verschiedene Wege zur Verfügung: E-Visum & Online-Beantragung (Empfohlen): Für kurze, vorübergehende Aufenthalte (Tourismus, Geschäftsreisen) kann das Visum vorab online über das offizielle Portal des namibischen Innenministeriums (Ministry of Home Affairs, Immigration, Safety and Security) beantragt werden: eservices.mhaiss.gov.na. Visum bei der Ankunft (Visa on Arrival): Für Staatsangehörige zugelassener Länder (u. a. Deutschland, Österreich, Schweiz) ist die Beantragung eines Visa on Arrival möglich. Dies kann entweder vorab online angemeldet werden (Visa on Arrival Portal) oder an vielen ausgewählten Grenzübergängen, Flughäfen und Seehäfen direkt bei der Einreise ohne vorherige Registrierung ausgestellt werden. Klassischer Antrag über die Botschaft: Für Langzeitaufenthalte, spezielle Arbeitsvisa oder für Staatsangehörige von Ländern ohne Visa-on-Arrival-Berechtigung muss der Antrag weiterhin persönlich oder postalisch bei der zuständigen Konsularabteilung der namibischen Botschaft im Heimatland eingereicht werden.Antrag erforderlich
Erforderliche Unterlagen für das Touristenvisum: Für die Beantragung eines Touristenvisums (ob online, bei der Ankunft oder über die namibische Botschaft) müssen in der Regel folgende Nachweise und Dokumente vorgelegt werden: Antragsformular: Vollständig ausgefülltes und unterschriebenes Visum-Antragsformular (bzw. die Bestätigung der Online-Beantragung). Passfotos: 2 aktuelle, biometrische Passfotos (bei Beantragung über die Botschaft). Reisepass: Gültiger Reisepass im Original, der noch mindestens 6 Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig ist und noch mindestens 3 freie Seiten für Visa-Stempel enthält. Reisedokumente: Kopie des bestätigten Hin- und Rückflugtickets bzw. der vollständigen Flugbuchung. Unterkunft & Reiseverlauf: Nachweis über Hotel- und Lodge-Buchungen oder eine detaillierte Aufstellung der geplanten Reiseroute. Bei privaten Unterkünften ist ein schriftliches Einladungsschreiben der gastgebenden Person inklusive einer Kopie ihres Personalausweises bzw. Aufenthaltstitels erforderlich. Finanzieller Nachweis: Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel für die Dauer des Aufenthalts (in der Regel durch die Kontoauszüge der letzten 6 Monate nachzuweisen). Auslandskrankenversicherung: Nachweis einer für Namibia gültigen Auslandsreisekrankenversicherung mit Abdeckung von Notfall- und Rücktransportkosten. Gebührennachweis: Zahlungsnachweis bzw. Überweisungsbeleg der anfallenden Visumgebühren. Wichtiger Hinweis: Alle vorzulegenden Dokumente und Nachweise müssen in englischer Sprache verfasst sein oder zusammen mit einer beglaubigten englischen Übersetzung eingereicht werden.Temporärer Wohnsitz
Anfragen an die konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).Bearbeitungsdauer
Bearbeitungszeiten bei Visumanträgen: Die Dauer der Bearbeitung richtet sich nach der Art des Visums sowie dem gewählten Beantragungsweg: Touristenvisum (Beantragung über die Botschaft): Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel ca. 2 Wochen. Bei der Botschaft in Berlin kann der Antrag im Normalverfahren innerhalb von ca. 5 Arbeitstagen bearbeitet werden; bei Nutzung des Expressverfahrens verkürzt sich die Ausstellungszeit auf ca. 2 Arbeitstage. Geschäftsvisum (Genehmigungsschreiben): Das erforderliche Genehmigungsschreiben für Geschäftsreisende, das vom Innenministerium in Windhoek ausgestellt wird, benötigt in der Regel etwa 7 Konsulararbeitstage. Visa on Arrival & E-Visum: Bei Online-Vorabregistrierungen sowie bei der Direktbeantragung an den zugelassenen Grenzstellen erfolgt die Ausstellung meist direkt vor Ort bzw. innerhalb weniger Werktage über das Online-Portal. Tipp: Aufgrund von saisonal schwankendem Antragsaufkommen wird empfohlen, Visumanträge frühzeitig vor dem geplanten Reisedatum einzureichen. Detaillierte Anfragen können direkt an die zuständigen konsularischen Vertretungen gerichtet werden.Nachweis ausreichender Geldmittel
Reisende, die ihr Visum direkt bei der Einreise an den zugelassenen Grenzstellen oder Flughäfen beantragen, müssen den Einreisebeamten folgende Dokumente und Nachweise unaufgefordert vorlegen: Unterkunftsnachweis: Bestätigte Buchungsunterlagen für Hotels, Lodges oder Campingplätze für die Dauer des Aufenthalts (bzw. ein formloses Einladungsschreiben mit Adressnachweis bei privaten Übernachtungen). Weiter- oder Rückflugticket: Nachweis über ein bestätigtes Ausreiseticket (Rückflug- oder Weiterflugticket bzw. Nachweise zur Weiterreise auf dem Landweg). Finanzielle Mittel: Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel zur Deckung der Lebenshaltungskosten während des Aufenthalts (z. B. durch aktuelle Bankauszüge, Kreditkartenabrechnungen oder Bargeld). Hinweis: Die namibischen Einreise- und Grenzbeamten sind berechtigt, im Einzelfall weitere unterstützende Dokumente oder Angaben zum Reisezweck einzufordern.Benötigte Dokumente bei der Einreise
Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel während des Aufenthalts.Aufenthaltsverlängerung
Eine Verlängerung des Visums kann beim Innenministerium (Adresse s. Gültigkeitsdauer) oder bei der zuständigen namibianischen Vertretung beantragt werden.Einreise mit Kindern
Hinweis: Alle Reisedokumente müssen mindestens zwei freie Seiten enthalten und in einwandfreiem Zustand sein. Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren). Österreicher: Eigener Reisepass. Schweizer: Eigener Reisepass. Türken: Eigener Reisepass. Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Minderjährige unter 18 Jahren müssen bei der Ein- und Ausreise eine internationale Geburtsurkunde oder eine beglaubigte Übersetzung in englischer Sprache der Geburtsurkunde mit sich führen. In der Geburtsurkunde müssen beide Eltern aufgeführt sein. Bei Einreise von minderjährigen Kindern mit nur einem Elternteil oder ohne Eltern/Sorgeberechtigte wird eine beglaubigte Einverständniserklärung (eidesstattliche Versicherung („affidavit“) der nicht anwesenden Eltern/ Erziehungsberechtigten in englischer Spache gefordert, die u. a. die Reisepassnummer des Minderjährigen enthalten muss. Außerdem müssen eine Passkopie und die Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils vorgelegt werden. Auch ein alleiniges Sorgerecht muss ggf. nachgewiesen werden. Beglaubigungen müssen von einem namibischen Notar oder Auslandsvertretung stammen. Allein reisende Minderjährige müssen bei Einreise außerdem die Kontaktdaten ihres Aufenthaltsorts in Namibia angeben sowie ein Bestätigungsschreiben und eine Passkopie und ggf. eine Kopie der Aufenthaltserlaubnis der einladenden Person vorlegen.Einreise mit Haustieren
Für die Mitnahme von Hunden und Katzen nach Namibia gelten strenge veterinärmedizinische Vorschriften und Quarantänebestimmungen. Einfuhrgenehmigung & Dokumente: Vor der Reise muss eine offizielle Einfuhrgenehmigung (Veterinary Import Permit) beantragt werden. Anträge sowie detaillierte Merkblätter sind bei den zuständigen namibischen Botschaften oder direkt beim namibischen Landwirtschaftsministerium erhältlich. Gesundheits- & Impfnachweise: Erforderlich sind unter anderem ein gültiges europäisches Heimtierzeugnis / Impfpass mit nachgewiesener Tollwutimpfung, ein aktuelles amtlilches gesundheitliches Zeugnis vom Amtsarzt sowie ein Nachweis über eine erfolgte Entwurmung und Parasitenbehandlung. Verbot in Schutzgebieten: In sämtlichen namibischen Nationalparks, Naturreservaten und staatlichen Schutzgebieten sind Haustiere zum Schutz der Wildtiere strengstens verboten. Aktuelle Antragsformulare und Merkblätter stehen auf der offiziellen Website der Botschaft der Republik Namibia zum Download bereit.Reisepassinformationen
Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein und mindestens 3 freie Seiten enthalten. Hinweis: Der Reisepass muss in einwandfreiem Zustand sein.Visainformationen
Einreisebestimmungen & Visumpflicht: Für die Einreise nach Namibia benötigen Staatsangehörige vieler Länder ein Visum. Die genehmigte Aufenthaltsdauer beträgt bei der Einreise in der Regel bis zu 30 Tage (mit der Möglichkeit zur Mehrfacheinreise) und kann vor Ort beim namibischen Innenministerium (Ministry of Home Affairs, Immigration, Safety and Security) auf insgesamt bis zu 90 Tage verlängert werden. Visum bei der Ankunft (Visa on Arrival) & Online-Beantragung: Staatsangehörige zahlreicher Staaten – darunter fast alle EU-Länder (Ausnahmen: Malta und Zypern benötigen ein Visum vorab), die Schweiz, die Türkei, Großbritannien, die USA, Kanada, Australien und Neuseeland – sind berechtigt, ein Visa on Arrival zu nutzen oder den Antrag vorab online einzureichen. Das Visum bei der Ankunft kann an folgenden ausgewählten Grenzposten und Ankunftspunkten ausgestellt werden: Flughäfen: Hosea Kutako International Airport (Windhoek), Walvis Bay, Lüderitz, Oranjemund Seehäfen: Walvis Bay, Lüderitz Landgrenzübergänge: Ariamsvlei, Impalila, Katima Mulilo, Katwitwi, Mohembo, Noordoewer, Ngoma, Oranjemund, Oshikango, Ruacana, Trans-Kalahari Das Visum kann vorab online über das offizielle Portal mhaiss.gov.na beantragt werden. An vielen der genannten Grenzübertritte ist die Ausstellung des Visums bei der Ankunft auch ohne vorherige Online-Registrierung möglich. Übersicht der berechtigten Länder für Visa on Arrival / E-Visum: Europa & Sonstige: Ägypten, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Australien, Belgien, Belarus, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Deutschland, Ecuador, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kasachstan, Kirgisistan, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Mexiko, Moldau, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Österreich, Paraguay, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Südkorea, Tadschikistan, Thailand, Tschechien, Türkei, Turkmenistan, Ukraine, Ungarn, Uruguay, Usbekistan, Vatikanstadt, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Zypern (sowie Staatsangehörige vieler afrikanischer und südamerikanischer Staaten). Wichtiger Hinweis zur Aufenthaltsdauer: Die bei der Einreise tatsächlich im Pass eingetragene genehmigte Aufenthaltsdauer variiert je nach Grenzbeamten. Reisende sollten den Stempel im Pass sofort bei der Einreise auf Richtigkeit prüfen und die eingetragene Anzahl der Tage gegebenenfalls direkt vor Ort reklamieren, um ungewollte Überschreitungen (Overstay) zu vermeiden. Staatsangehörige von Ländern, die nicht für das Visa on Arrival zugelassen sind, müssen ihr Visum vor Antritt der Reise bei der zuständigen namibischen Botschaft bzw. Auslandsvertretung beantragen.Impfungen
| Besondere Vorsichtsmaßnahmen | ||
|---|---|---|
| Dengue-Fieber | 1 | - |
| Malaria | 4 | - |
| Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y | 5 | - |
| Hepatitis A und B | 3 | |
| Gelbfieber | 2 |
Übersicht
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Die medizinische Versorgung in den städtischen Bereichen liegt weit über dem afrikanischen Durchschnitt. In allen größeren Orten findet man Krankenhäuser und Apotheken. Die Ärzte stehen im Telefonbuch unter "Medical Practioners". Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion sollten unbedingt mitgenommen werden. Serum gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche sollte u. U. mitgeführt werden. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.Anmerkungen Impfungen
[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber. [2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus einem der von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete kommen. Es wird ebenfalls keine Impfbescheinigung verlangt, wenn in einem Land der Infektionszone zwischengelandet wurde, und dort der Transitraum nicht verlassen wurde bzw. der Aufenthalt im Transit mehr als 12 Stunden gedauert hat. Personen, die auf Verlangen keine Gelbfieber-Impfbescheinigung vorlegen können, müssen sich einer 6-tägigen Quarantäne unterziehen oder werden ins Herkunftsland zurückgeschickt. Bei Kindern unter 9 Monaten und Frauen im ersten Drittel einer Schwangerschaft wird nicht auf einer Impfbescheinigung bestanden. [3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. [4] Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig im Norden und Nordosten des Landes (Sambesi/Caprivi-Streifen, Kavango-West, Kavango-Ost, Ohangwena). Ein hohes Malaria-Risiko besteht von Oktober bis April regional im Nordosten von Namibia (in den nordöstlichen Teilen der Distrikte Oshikoto, Otjozondjupa, Omaheke inkl. Städte Grootfontein und Tsumeb). Im Nordosten der Distrikte Oshikoto, Otjozondjupa, Omaheke inkl. den Städten Grootfontein und Tsumeb besteht von Mai bis September ein mittleres Risiko. Ein mittleres Risiko besteht ganzjährig in den restlichen nördlichen Regionen einschl. Kunene, Omusati, Oshana sowie in den weatlichen Anteilen von Oshikoto, Otjozondjupa (im südlichen Teil), Omaheke und dem Etosha Nationalpark. Ein geringes Risiko besteht im Rest des Landes. Als malariafrei gelten Windhuk, die Küste, die Namib-Wüste und die Gebiete um und südlich von Mariental. Über 99 % vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica). Für die Malariaprophylaxe sind generell langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel empfohlen. In den Gebieten mit hohem Malaria-Risiko sollte man zusätzlich medikamentös einer Malaria-Infektion vorbeugen. [5] Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert. [6] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. [7] Eine Impfung gegen Thypus wird bei Langzeitaufenthalt und besonderer Exposition empfohlen.Essen und Trinken
Größtes Infektionsrisiko stellen Darminfektionen dar. Die für alle tropischen Länder geltenden Hygieneregeln (z. B. Vorsicht bei Genuss von Nahrungsmitteln und Leitungswasser) sollten sorgfältig beachtet werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch.Andere Risiken
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen, v.a. im Caprivi-Streifen vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich. Die UV-Strahlung ist sehr hoch und kann zu Hautschäden führen. Sonnenschutz durch hautbedeckende Kleidung und Sonnenschutzmittel (LSF > 20) ist daher unbedingt erforderlich. HIV/Aids ist weit verbreitet. Namibia hat eine der höchsten HIV/Aids-Raten der Welt. HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen. Die durch die Tse-Tse-Fliege übertragene Schlafkrankheit tritt sehr selten bei Reisenden auf, sporadisch im Norden (Caprivi-Streifen). Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.Währung
1 Namibia-Dollar = 100 Cent. Währungskürzel: N$, NAD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 N$. Münzen in den Nennbeträgen von 5 und 1 N$ sowie 50, 10 und 5 Cents. Der Namibia-Dollar ist an den Südafrikanischen Rand gebunden, der ebenfalls in Namibia als gültige Währung akzeptiert wird.Kreditkarten
Gängige Kreditkarten wie Visa, Mastercard, American Express und Diners Club werden akzeptiert. Tankstellen akzeptieren nur Bargeld. Es kann auch an Geldautomaten mit der Kreditkarte (vor allem Visa und Maestro) Geld abgeholt werden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.Geldautomaten
Bankkarten Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann an Geldautomaten mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol genutzt werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Die Bankkundenkarte kann bei einigen Banken verwendet werden (u. a. Standard Bank, Nedbank). Die neue Debitcard und ihre Nutzung im Ausland Aus der Girocard wurde eine Debitcard: Seit 2023 stellen Banken keine neuen Girokarten mehr mit dem Maestro-Symbol aus. Noch gültige Karten mit dem Maestro-Symbol können jedoch im In- und Ausland weiterhin bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit genutzt werden. Spätestens Ende 2027 wird es das Maestro-Symbol nicht mehr geben. Maestro-Nachfolger sind „Debit Mastercard“, „Visa Debit“ oder „V-Pay“. Visa Debit und Debit Mastercard sind weltweit in mehr als 200 Ländern, in denen Visa und Mastercard akzeptiert werden, nutzbar. Für die Buchung von Reisen oder Mietwagen werden oft nur Kreditkarten akzeptiert. Zur Sicherheit gehört neben einer Debitkarte auch immer eine Kreditkarte ins Reisegepäck. Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.Reiseschecks
Reiseschecks werden in der Regel in Namibia nicht mehr akzeptiert.Öffnungszeiten der Bank
Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr, Sa 08.30-12.00 Uhr.Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung ist ab einem Gegenwert von 5.000 N$ deklarationspflichtig. Die Landeswährung darf nur bis zu einem Gegenwert von 50.000 US$ eingeführt werden. Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis in Höhe der eingeführten, deklarierten Beträge gestattet. Bei Reisen zwischen den SACU-Staaten Botsuana, Namibia, Lesotho, Südafrika und Swasiland bestehen keinerlei Ein- und Ausfuhrbeschränkungen.Währungen
| Währungskürzel | Symbol | Wechselkurse (ohne Gewähr) |
|---|---|---|
| NAD | N$ |
Überblick
Amtssprache ist Englisch (7%). Afrikaans (60%) ist Umgangssprache. Deutsch (32%) ist verbreitet; zahlreiche afrikanische Sprachen wie Ovambo und Herero werden ebenfalls gesprochen.01.01.2026 Neujahr
21.03.2026 Unabhängigkeitstag
03.04.2026 Karfreitag
06.04.2026 Ostermontag
01.05.2026 Workers' Day (Tag der Arbeit)
04.05.2026 Cassinga-Tag
14.05.2026 Christi Himmelfahrt
25.05.2026 Afrika-Tag
26.08.2026 Tag der Helden
10.12.2026 internationaler Tag der Menschenrechte
25.12.2026 Weihnachten
26.12.2026 Tag der Familie
Überblick
Folgende Artikel können zollfrei nach Namibia eingeführt werden: 200 Zigaretten und 20 Zigarren und 250 g Tabak (Personen ab 18 J.); 2 l Wein und 1 l Spirituosen (Personen ab 18 J.); 50 ml Parfüm und 250 ml Eau de Toilette; Geschenke im Wert bis zu 5.000 N$ (jedoch keine Fernsehgeräte). Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen. Weitere Informationen sind vom namibischen Zoll erhältlich.Honorarkonsulate in Grafenstein, Kufstein und Salzburg.
Zuckerkandlgasse 2
Wien
Austria
+43 (0)1 402 93 71/72/73.
http://www.embnamibia.at
Mo-Do 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr, Fr 09.00-15.00 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Do 09.30-12.45 Uhr.
Botschaft der Republik Namibia
Honorarkonsulate in Bremerhaven, Hannover-Laatzen, Hamburg, Pfungstadt und Stuttgart.
Reichsstraße 17
Berlin
Germany
+49 (0)30 254 09 50.
http://www.namibia-botschaft.de
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Mi 09.00-13.00 Uhr.
Botschaft der Republik Namibia
Chemin Louis-Dunant 15, 1er étage
Genève
Switzerland
+41 (0)22 733 02 20.
http://missionofnamibia.ch
Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr.
Geschäftsetikette
Geschäftskultur & Kommunikation: Geschäftstreffen in Namibia verlaufen in der Regel professionell, aber in einer entspannten Atmosphäre. Englisch ist die offizielle Amtssprache und die Hauptsprache in Wirtschaft und Politik. In vielen Unternehmen und im Handel werden jedoch auch Afrikaans und Deutsch verstanden und gesprochen. Begrüßung & Kleidung: Ein Erstkontakt beginnt gewöhnlich mit einem Händedruck, gefolgt von höflicher Smalltalk-Konversation, bevor geschäftliche Themen angesprochen werden. Der Austausch von Visitenkarten ist üblich. Für formelle Termine in den Städten (insbesondere bei Banken, Behörden und Großunternehmen) sind Anzug mit Krawatte bzw. Kostüm oder Business-Hosenanzug angebracht. In kleineren Ortschaften oder entspannteren Branchen wird auch gehobene Freizeitkleidung (Smart Casual) akzeptiert. Terminplanung & Entscheidungsfindung: Termine sollten stets im Voraus vereinbart und kurz vor dem Treffen nochmals bestätigt werden. Pünktlichkeit wird geschätzt, dennoch können Besprechungen gelegentlich etwas später als geplant beginnen. Entscheidungswege – insbesondere in staatlichen Organisationen und Behörden – erfordern oft Zeit und Geduld. Beste Reisezeit für Geschäftsreisen: Als beste Monate für geschäftliche Besuche gelten die Zeiträume Februar bis Mai sowie September bis November (außerhalb der Hauptferienzeiten rund um Weihnachten/Neujahr und den Hochsommer).Wirtschaft
Wirtschaftsstruktur & Währung: Namibia verfügt über eine vergleichsweise kleine, offene Volkswirtschaft, die eng mit Südafrika verknüpft ist. Der Namibische Dollar (NAD) ist im Verhältnis 1:1 fest an den Südafrikanischen Rand (ZAR) gekoppelt. Wichtige Wirtschaftszweige: Bergbau & Rohstoffe: Der Bergbau ist der wichtigste Exportträger des Landes. Neben Uran, Gold und Kupfer spielen vor allem Diamanten eine zentrale Rolle – darunter seltene Meeresdiamanten, die vor der Atlantikküste gefördert werden. Tourismus: Der Tourismus ist eine der dynamischsten Einnahmequellen Namibias. Tiere im Etosha-Nationalpark, die Dünen von Sossusvlei, Selbstfahrer-Rundreisen und spektakuläre Wüstenlandschaften ziehen jährlich hunderttausende internationale Besucher an. Landwirtschaft: Ein Großteil der Landbevölkerung lebt von der Landwirtschaft, insbesondere von der kommerziellen und subsistenten Viehzucht (Rinder und Schafe). Fischerei: Die kommerzielle Fischerei und Fischverarbeitung konzentrieren sich vor allem auf die Küstenstädte Walvis Bay und Lüderitz. Herausforderungen & Risiken: Zu den anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen gehören eine hohe Arbeitslosigkeit, eine ausgeprägte Einkommensungleichheit sowie die hohe Anfälligkeit für Dürreperioden. Aufgrund des kleinen Binnenmarktes und der starken Abhängigkeit von Importen reagiert die namibische Wirtschaft sensibel auf Entwicklungen im Nachbarland Südafrika und auf Schwankungen der globalen Rohstoffpreise.BIP
US$15 billion (2025).Hauptexporte
Rohstoffe & Mineralien: Diamanten (einschließlich Meeresdiamanten), Uran, Gold, Kupfer und weitere mineralische Erzeugnisse Nahrungsmittel & Fischerei: Fisch und Meeresfrüchte (aus den Küstengewässern um Walvis Bay und Lüderitz)Hauptimporte
Energie & Kraftstoffe: Erdölprodukte und Treibstoffe Fahrzeuge & Transportmittel: Kraftfahrzeuge und Nutzfahrzeuge Maschinen & Technik: Maschinen, mechanische Geräte und elektrische Ausrüstungen Konsumgüter & Versorgung: Nahrungsmittel und verarbeitete LebensmittelGeschäftskontakte
Wichtige Wirtschaftskontakte & Adressen: Handelsabteilung der Botschaft von Namibia in Deutschland: Reichsstr. 17, 14052 Berlin, Deutschland Tel. +49 (0)30 254 09 50 Website: www.namibia-botschaft.de Namibia National Chamber of Commerce and Industry (NNCCI): 6436 Church Street, Windhoek, Namibia Tel. +264 (0)61 228 809 Website: ncci.org.naTelefon
Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl von Namibia ist 00264.Mobiltelefon
Mobilfunknetz & Netzabdeckung: In Namibia stehen moderne 3G- und 4G-Mobilfunknetze zur Verfügung. In Windhoek, allen größeren Städten sowie entlang der Hauptverkehrsstraßen ist der Empfang generell sehr gut. In abgelegenen Wüsten- und Schutzgebieten sowie auf entlegenen Farmstraßen kann die Netzabdeckung jedoch lückenhaft sein oder ganz fehlen. Netzbetreiber & SIM-Karten (SIM-Registrierung): Die beiden Hauptnetzbetreiber des Landes sind MTC und Telecom Namibia (TN Mobile). Prepaid-SIM-Karten: Für Urlauber empfiehlt sich der Kauf einer lokalen Prepaid-SIM-Karte (z. B. direkt am Flughafen Windhoek Hosea Kutako oder in den Filialen der Betreiber). Registrierungspflicht: Für die Aktivierung einer SIM-Karte ist in Namibia eine gesetzliche Registrierung unter Vorlage eines gültigen Reisepasses oder Ausweisdokuments zwingend erforderlich. Roaming & Mietgeräte: Internationale Roaming-Abkommen mit europäischen Betreibern bestehen. Mobiltelefone oder Satellitentelefone können für Fahrten in sehr entlegene Gebiete vor Ort gemietet werden. Weitere Informationen zu Tarifen und Netzabdeckung finden Sie direkt bei den Anbietern: MTC Namibia und Telecom Namibia.Internet
WLAN & Wi-Fi-Verfügbarkeit: Internetzugang über WLAN ist in Unterkünften, Hotels, Safari-Lodges, Gästefarmen, Restaurants und Cafés in Windhoek und anderen größeren Städten weit verbreitet. Hotels & Lodges: Die meisten Unterkünfte und touristischen Camps bieten ihren Gästen kostenfreies WLAN an. In entlegeneren Regionen kann die Verbindung jedoch langsamer oder weniger stabil sein. Einige Lodges beschränken das kostenfreie WLAN bewusst auf Gemeinschaftsbereiche (z. B. Rezeption oder Restaurant) oder verlangen eine geringe Gebühr. Öffentliche Hotspots & Flughäfen: Öffentliche WLAN-Hotspots (z. B. von Telecom Namibia) stehen unter anderem am internationalen Flughafen Hosea Kutako (WDH) sowie im Besucherzentrum einiger Nationalparks zur Verfügung. Tipp: Wer auch während Überlandfahrten oder in abgelegeneren Gebieten auf stabiles Internet angewiesen ist, sollte das mobile Internet über eine lokale Prepaid-SIM-Karte nutzen.Post
Postkarten nach Europa sind ca. 1 bis 2 Wochen unterwegs. Briefmarken sind meist direkt an den Rezeptionen größerer Hotels und Lodges erhältlich. Für den zügigen Versand von Dokumenten empfiehlt sich die Nutzung internationaler Kurierdienste (wie DHL oder NamPost Courier).Medien
Namibia verfügt über eine vielfältige und vergleichsweise freie Medienlandschaft, die sowohl staatliche als auch zahlreiche private Zeitungen, Radio- und Fernsehsender umfasst. Die Pressefreiheit wird verfassungsrechtlich geschützt und gilt im afrikanischen Vergleich als vorbildlich. Gedruckte Tageszeitungen: Zu den führenden englischsprachigen Tageszeitungen gehören The Namibian (unabhängig) und New Era (staatlich). Die Allgemeine Zeitung (AZ) erscheint in deutscher Sprache und ist die älteste Tageszeitung des Landes. Rundfunk & Fernsehen: Die staatliche Rundfunkanstalt Namibian Broadcasting Corporation (NBC) betreibt nationale Fernseh- und Radioprogramme in verschiedenen Landessprachen. Daneben gibt es eine breite Palette kommerzieller und lokaler Community-Radiosender. Digitale Medien: Online-Nachrichtenportale und soziale Medien gewinnen als Informationsquellen – insbesondere bei der jüngeren und städtischen Bevölkerung – rasch an Bedeutung.Ai-Ais und Groß-Barmen
Thermalquellen & Erholung:
Ai-/Ais im Süden (am südlichen Ende des Fischfluss-Canyons) und Groß-Barmen (nahe Okahandja, nördlich von Windhoek) sind beliebte Erholungsorte mit natürlichen heißen Thermalquellen.
Damaraland, Brandberg & UNESCO-Weltkulturerbe:
- Twyfelfontein: In dieser Region im Nordwesten Namibias befindet sich die erste UNESCO-Weltkulturerbestätte des Landes mit tausenden uralten Felsgravuren und -malereien der San.
- Versteinerter Wald (Petrified Forest): Westlich von Khorixas liegen rund 280 Millionen Jahre alte, versteinerte Baumstämme mit Längen von bis zu 30 Metern.
- Brandbergmassiv: Das imposante Massiv ragt isoliert aus der Halbwüste empor. Der Hauptgipfel, der Königstein (2.573 m), ist die höchste Erhebung Namibias. In den Höhlen und Schluchten – wie der Tsisab-Schlucht – befinden sich berühmte Felszeichnungen, darunter die bekannte „White Lady“.
Namib-Wüste, Sossusvlei & Namib-Naukluft-Park:
Die Namib-Wüste gilt als die älteste Wüste der Welt und ist Teil des UNESCO-Welterbes. Die gigantischen Sanddünen im Bereich von Sossusvlei und Deadvlei gehören mit Höhen von bis zu 300 Metern zu den höchsten der Erde. Der riesige Namib-Naukluft-Park umfasst eine Fläche von knapp 50.000 km² und ist eines der größten Schutzgebiete Afrikas. Zentrale Anlaufstellen und Ausgänge zu den Dünen befinden sich in Sesriem und im Naukluft-Gebirge.
Skelettküste (Skeleton Coast National Park):
Der Skelettküsten-Nationalpark erstreckt sich entlang der Atlantikküste im Nordwesten Namibias. Die karge Küstenlandschaft trifft direkt auf die Wüstenregion und ist bekannt für dichten Küstennebel, starke Strömungen, zahllose verlassene Schiffswracks sowie verstreute Minenüberreste.
Windhoek, Swakopmund und Lüderitz
Windhoek:
Die lebhafte Hauptstadt im Zentrum Namibias liegt in einem von Bergen umgebenen Tal auf etwa 1.650 Metern Höhe. Das Stadtbild vereint moderne Architektur mit gut erhaltenen Bauten aus der deutschen Kolonialzeit. Zu den bekanntesten Wahrzeichen gehören die neugotische Christuskirche, die historische Festung Alte Feste sowie der Tintenpalast, der von gepflegten Gartenanlagen umgeben ist und als Sitz des namibischen Parlaments dient.
Swakopmund:
Das charmante Küsten- und Badestadt Swakopmund gilt als „Namibias Sommerhauptstadt". Mit seinen historischen Fachwerkhäusern, breiten Alleen, der Strandpromenade und dem markanten Leuchtturm erinnert der Ort stark an ein deutsches Nordseebad. Swakopmund ist ein idealer Ausgangspunkt für Wüstentouren (z. B. Fatbike- oder Allrad-Exkursionen in die Namib-Dünen) und Wassersportaktivitäten.
Lüderitz / !NamiǂNûs:
Die historische Hafenstadt Lüderitz (in der Sprache der Nama auch !NamiǂNûs genannt) liegt im rauen Süden des Landes an den Klippen der Atlantikküste. Sie war 1883/1884 der erste Stützpunkt des Bremer Kaufmanns Adolf Lüderitz in der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Charakteristisch für die kleine Küstenstadt sind die bunt gestrichenen Jugendstilbauten auf den dunklen Felsen (wie das Felseninstitut oder das Goerke-Haus). Unweit von Lüderitz liegt die berühmte Geisterstadt Kolmannskuppe (Kolmanskop), eine verlassene Diamantenstadt, die heute schrittweise vom Wüstensand verschlungen wird.
Überblick
In der Hauptstadt gibt es eine Auswahl eleganter Geschäfte. Einheimisches Kunstgewerbe kann man in Spezialgeschäften oder auf dem Windhoek-Straßenmarkt erstehen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. Einige größere Supermärkte haben auch sonntags von 11.00-13.00 und 16.00-19.00 Uhr geöffnet.Einleitung
In Windhoek gibt es Restaurants, Kaffeehäuser, Kino und Theater.Übersicht
Kulinarischer Mix & Deutsche Einflüsse: Die Küche Namibias spiegelt das vielfältige kulturelle Erbe des Landes wider und vereint indigene afrikanische Kochtraditionen mit starken deutschen und südafrikanischen Einflüssen. Deutscher Einfluss zeigt sich bis heute in zahlreichen Bäckereien, Konditoreien und Restaurants, die frisches Brot, Brötchen, Apfelstrudel, Schwarzwälder Kirschtorte, Wurstwaren und Schnitzel anbieten. Auch namibisches Bier wird bis heute nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Fleisch & Küstenspezialitäten: Fleisch spielt in der namibischen Küche eine zentrale Rolle – insbesondere Rind, Lamm und heimische Wildfleischsorten (wie Kudu, Oryx, Zebra oder Springbock). Eine beliebte Spezialität ist Biltong (würziges, luftgetrocknetes Dörrfleisch) sowie Rauchfleisch. An den Küstenorten Walvis Bay und Lüderitz stehen zudem fangfrischer Fisch, Muscheln und Austern auf dem Speiseplan. Traditionelle Küche im ländlichen Raum: In den ländlichen Regionen basieren traditionelle Mahlzeiten meist auf Grundnahrungsmitteln wie Maisbrei (Mahangu / Pap), Hirse oder Sorghum, serviert mit Eintöpfen, Gemüse oder Fleisch. Vegetarische & Vegane Ernährung: In größeren Städten wie Windhoek und Swakopmund sowie in gehobenen Safarilodges bieten Restaurants und Unterkünfte eine gute Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten. In abgelegenen Regionen und kleineren Raststätten ist das Angebot fleischfreier Alternativen jedoch eingeschränkt. Vegetarisch oder vegan reisenden Gästen wird daher empfohlen, Sonderwünsche bei Lodges und Unterkünften vorab anzumelden.Regionale Spezialitäten
Typische Gerichte & Kulinarische Spezialitäten: Kapana: In kleine Stücke geschnittenes Rindfleisch, das über offenem Feuer gegrillt und traditionell mit scharfen Gewürzen, Chili und frischer Salsa serviert wird – der beliebteste Streetfood-Klassiker auf Märkten. Potjiekos: Ein traditioneller, langsam geschmorter Eintopf aus Fleisch und Gemüse, der stundenlang in einem dreibeinigen Gusseisentopf (Potjie) über offenem Feuer zubereitet wird. Mahangu: Perlhirse, das Hauptnahrungsmittel im Norden Namibias, das meist als fester Brei gekocht und zu Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichten gereicht wird. Oshifima: Ein fester Brei aus Mahangu oder Maismehl (Pap), der als Beilage zu traditionellen Eintöpfen dient. Biltong: Luftgetrocknetes, würzig mariniertes Dörrfleisch aus Rind oder Wild. Es gilt als der beliebteste Snack des Landes und ist überall erhältlich. Wildfleisch (Game Meat): Hochwertiges Wildfleisch wie Oryx (Gemsbock), Kudu, Zebra oder Springbock steht auf fast allen Speisekarten von Restaurants und Lodges – ob als Zartes Steak, Eintopf oder Wurst. Boerewors: Eine gewürzte, schneckenförmig aufgerollte Bratwurst, die traditionell auf dem Braai (Holzkohlengrill) zubereitet und mit Maisbrei oder Brot serviert wird. Meeresfrüchte & Küstenspezialitäten: Der kühle Atlantik liefert Seehecht, Kalmare und Krabben. Walvis Bay und Lüderitz sind besonders berühmt für frische Zuchtaustern. Deutsche Backwaren: Bäckereien und Cafés – vor allem in Windhoek und Swakopmund – bieten Brote, Brötchen, Apfelstrudel und Schwarzwälder Kirschtorte nach deutscher Backtradition an. Getränke & Lokale Spezialitäten: Windhoek Lager & Tafel Lager: Die bekanntesten Biere Namibias. Windhoek Lager wird strikt nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Tafel Lager ist ein weiteres sehr beliebtes Traditionsbier. Neuras-Wein: Ein einzigartiger Wüstenwein, der auf dem entlegenen Weingut Neuras am Rande der Namib-Wüste aus Trauben extrem arider Anbaugebiete gekeltert wird. Ombike: Ein traditioneller, klarer Schnaps aus dem Norden Namibias, der aus vergorenen Wildfrüchten destilliert wird.Trinkgeld
Trinkgeld & Servicegebühren: Trinkgeld ist in Namibia üblich und wird als Anerkennung für guten Service sehr geschätzt, liegt jedoch stets im eigenen Ermessen des Gastes. Gastronomie & Restaurants: ein Trinkgeld von ca. 10 % des Rechnungsbetrags üblich, sofern in der Rechnung nicht bereits ausdrücklich eine Servicepauschale (Service Charge) enthalten ist. Tankstellen: An Tankstellen wird der Kraftstoff von Servicepersonal getankt (Selbstbedienung ist unüblich). Ein kleines Trinkgeld von ca. 5 bis 10 NAD (bzw. ZAR) für das Personal – insbesondere wenn auch die Scheiben gereinigt oder der Reifendruck geprüft werden – ist üblich. Parkwächter & Gepäckträger: Auf öffentlichen Parkplätzen und vor Supermärkten kümmern sich oft inoffizielle oder offizielle Parkwächter um die Fahrzeuge. Hier sind 5 bis 10 NAD angemessen. Gepäckträger im Hotel oder am Flughafen erhalten üblicherweise 10 bis 20 NAD pro Gepäckstück. Safaris & Lodges: Bei geführten Safaris und in Lodges erhalten Guides, Tracker und das Lodge-Personal häufig Trinkgeld am Ende des Aufenthalts (oft über eine zentrale Tip Box an der Rezeption oder direkt an den Guide).Mindestalter für den Verzehr alkoholischer Getränke
18 JahreHotels
Namibia bietet ein breites Spektrum an Unterkunftsmöglichkeiten – von modernen Hotels internationaler Standards und stilvollen Boutique-Gästehäusern in den Städten über traditionelle Gästefarmen bis hin zu luxuriösen Safari-Lodges, komfortablen Zeltcamps (Tented Camps) und Selbstversorger-Unterkünften. Städtische Hotels & Gästehäuser: Die größte Auswahl an Hotels der Mittel- und Oberklasse sowie Pensionen findet sich in Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay. Safari-Lodges & Wilderness Camps: In den Hauptattraktionen des Landes – wie rund um den Etoscha-Nationalpark, Sossusvlei, im Damaraland oder am Fischfluss-Canyon – dominieren stimmungsvolle Lodges und Camps. Viele dieser Unterkünfte liegen abgelegen in der Natur und bieten Verpflegung (oft Vollpension) sowie geführte Pirschfahrten und Ausflüge an. Gästefarmen: Typisch für Namibia sind auch Unterkünfte auf aktiven Rinder- oder Wildfarmen, die Reisenden einen persönlichen Einblick in das Landleben bieten. Klassifizierung: Die Einstufung von Hotels erfolgt offiziell nach dem gewohnten Sterne-System (1 bis 5 Sterne). Buchungstipps, Hauptsaison & Barrierefreiheit: Frühzeitige Vorausbuchung: Die Gesamtzahl der Betten in Namibia ist begrenzt. Während der Hauptreisezeit (von Juli bis Oktober) sind Unterkünfte in begehrten Regionen – insbesondere in und direkt an den Nationalparks – oft viele Monate im Voraus ausgebucht. Eine rechtzeitige Reservierung wird dringend empfohlen. Barrierefreiheit: Ein zunehmender Teil der modernen Hotels und Safari-Lodges verfügt über barrierefreie Zimmer und Einrichtungen für Reisende mit eingeschränkter Mobilität. Detaillierte Informationen und Verzeichnisse geprüfter Betriebe bietet der Hotelverband Namibias: Hospitality Association of Namibia (HAN).Camping
Camping ist in ganz Namibia weit verbreitet und gehört zu den beliebtesten Unterkunftsformen – insbesondere für Selbstfahrer mit Allradfahrzeugen und Dachzelten. Das Angebot reicht von modern ausgestatteten Campingplätzen in Nationalparks, privaten Reservaten und Rastlagern bis hin zu einfachen, naturnahen Stellplätzen auf Gästefarmen und in kommunalen Schutzgebieten (Community Conservancies). Ausstattung: Die meisten offiziellen Campingplätze verfügen über Sanitäranlagen (Ablution Blocks), feste Grillstellen (Braai Facilities) und Stromanschlüsse. Auf abgelegeneren Stellplätzen im Busch oder in Wüstenregionen kann die Infrastruktur jedoch sehr einfach sein. Staatliche Rastlager (NWR): Die staatliche Organisation Namibia Wildlife Resorts (NWR) betreibt beliebte Campingplätze direkt in den wichtigsten Schutzgebieten und Parks – darunter im Etoscha-Nationalpark, im Namib-Naukluft-Park, im Skelettküsten-Nationalpark sowie in /Ai-/Ais, am Hardap-Damm, in Groß-Barmen und an den Popa-Fällen im Kavango-Gebiet. Wildcamping & Buchung: Wildes Campen außerhalb ausgewiesener Campingplätze ist in Namibia nicht gerne gesehen bzw. untersagt. Auf privatem oder kommunalem Land muss vorab zwingend die Erlaubnis der Landeigentümer oder lokalen Behörden eingeholt werden. Für gefragte Stellplätze in den Nationalparks wird während der Hauptreisezeit eine frühzeitige Vorausbuchung dringend empfohlen.Überblick
Geschichte & Historischer Hintergrund Frühgeschichte & Indigene Völker: Das Gebiet des heutigen Namibia ist seit jahrtausenden bewohnt. Zu den frühesten Bewohnern gehörten die Jäger und Sammler der San. Im Laufe der Zeit folgten nomadische Viehzüchter der Khoikhoi sowie bantu-sprachige Völker, darunter die Vorfahren der heutigen Ovambo und Herero. In den Wüsten, Graslandschaften und nördlichen Flussregionen entwickelten sich vielfältige Gesellschaften, während Handelsnetze das Landesinnere mit den Nachbarregionen verbanden. Erste europäische Kontakte: Ab dem späten 15. Jahrhundert erkundeten portugiesische Seefahrer Teile der Atlantikküste, jedoch verhinderte die extrem aride Küstenlandschaft lange Zeit dauerhafte Siedlungen. Im 19. Jahrhundert verstärkten europäische Missionare und Händler ihre Präsenz im Landesinneren, was im Zuge von Ressourcen- und Landkonflikten zu zunehmenden Spannungen zwischen lokalen Gemeinschaften führte. Deutsche Kolonialzeit (1884–1915) & Völkermord: Im Jahr 1884 erklärte das Deutsche Kaiserreich das Gebiet zum Schutzgebiet „Deutsch-Südwestafrika". Der Widerstand der einheimischen Bevölkerung gegen die Kolonialherrschaft gipfelte im Aufstand der Herero und Nama (1904–1908), der von den deutschen Schutztruppen gewaltsam niedergeschlagen wurde. Zwangsumsiedlungen, systematische Aushungerung und die Internierung in Konzentrationslagern forderten zehntausende Todesopfer unter den Herero und Nama – Ereignisse, die heute als der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts anerkannt sind. Südafrikanische Verwaltung & Apartheid: Während des Ersten Weltkriegs besetzten südafrikanische Truppen das Territorium. Nach dem Krieg verwaltete Südafrika das Gebiet im Auftrag des Völkerbundes als Mandatsgebiet Südwestafrika. Nach dem Zweiten Weltkrieg weigerte sich Südafrika, das Mandat an die Vereinten Nationen zu übergeben, und dehnte stattdessen das System der Apartheid auf Südwestafrika aus – trotz internationaler Proteste und Resolutionen der UN. Unabhängigkeitskampf & Übergang: 1966 nahm die Befreiungsbewegung SWAPO (South West Africa People's Organisation) den bewaffneten Kampf für die Unabhängigkeit auf. Der jahrzehntelange Konflikt verflocht sich eng mit dem Kalten Krieg und dem Bürgerkrieg im benachbarten Angola. Nach langwierigen internationalen Verhandlungen führte eine UN-überwachte Übergangsphase im Jahr 1989 zu den ersten freien Wahlen. Unabhängigkeit & Moderne (seit 1990): Am 21. März 1990 erlangte Namibia seine Unabhängigkeit. Der SWAPO-Führer Sam Nujoma wurde der erste Präsident des Landes. Die strategisch wichtige Hafenstadt Walvis Bay, die zunächst unter südafrikanischer Kontrolle geblieben war, wurde 1994 friedlich an Namibia übergeben. Seit der Unabhängigkeit ist Namibia eine stabile, mehrparteiliche Demokratie. Wussten Sie schon? Namibia war international bis zu seiner Unabhängigkeit im Jahr 1990 unter dem Namen Südwestafrika bekannt. Die Hafenstadt Walvis Bay blieb auch nach der Unabhängigkeit Namibias zunächst unter südafrikanischer Kontrolle und wurde erst 1994 an Namibia übergeben. Namibia war das letzte afrikanische Land im 20. Jahrhundert, das seine Unabhängigkeit von der Kolonialherrschaft erlangte.Religion
Christen (80-90%, davon mindestens 50% Lutheraner) und Naturreligionen (10-20%).Soziale Verhaltensregeln
Trinkgeld: 10% sind üblich.Beste Reisezeit
Der kalte Benguela-Strom hält das Küstengebiet der Wüste Namib kühl und beinahe niederschlagsfrei. Morgens ist dichter Küstennebel möglich. Im Landesinneren fällt im Sommer (Oktober - April) der meiste Niederschlag. Die Sommertemperaturen sind im Januar und Februar am höchsten. Durch die Höhenlage sind die Nächte mitunter kühl.